Gli italiani e le italiane nel campo diconcentramento di Neuengamme: un capitolo dimenticato

Italiener und Italienerinnen im KZ Neuengamme: Ein vergessenes Kapitel

Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18 Uhr, Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6


Mit Susanne Wald, Projektgruppe italienische Militärinternierte Hamburg, KZ Gedenkstätte Neuengamme
Dr. Sonia Residori, Doktorin der „WirtschaBsgeschichte“, Lehrbeauftragte an der Universität Padua

Die Veranstaltung widmet sich den Lebenswegen und Schicksalen der italienischen Militärinternierten. Sie möchte ihr Gedenken in Hamburg lebendig halten und die Besonderheiten ihrer Verfolgungsgeschichte beleuchten. Ein besonderer Abschnitt wird sich mit den Opfern der „Operation Piave“ am Monte Grappa befassen.

Hintergrundgeschichte:
Nach der Verkündung des italienischen Waffenstillstands am 8. September 1943 zwischen der neuen italienischen Regierung und den Alliierten begann die systematische Deportation von Italiener:innen in deutsche Konzentrationslager. Im KZ Neuengamme waren insgesamt rund 1.200 italienische Häftlinge inhaftiert, darunter etwa 100 Frauen. Die Mehrheit trug den roten Winkel der
politischen Hädtlinge. Es waren Partisan:innen der Resistenza, Antifaschist:innen, Streikteilnehmer:innen oder Männer, die den Dienst in der faschistischen Italienischen Sozialrepublik (Republik von Salò) verweigerten. Hinzu kamen italienische Militärinternierte, Zwangsarbeiter sowie jüdische Verfolgte.

Die meisten von ihnen wurden in die Außenlager des KZ Neuengamme verlegt, wo sie unter mörderischen Bedingungen Schwerstarbeit leisten mussten, etwa beim Bau von Verteidigungsanlagen oder in der Rüstungsindustrie. Die Sterblichkeit unter den italienischen Häftlingen im KZ Neuengamme war mit über 30 Prozent im Vergleich zu anderen Häftlingsgruppen außergewöhnlich hoch. Zu ihnen gehörte auch Sebastiano Ziliottoo aus Crespano del Grappa. Er wurde gemeinsam mit weiteren Bewohner:innen seiner Heimatregion am Monte Grappa verhaftet und zunächst in das KZ Dachau verschleppt. Als Einziger dieser Gruppe kam er anschließend in das KZ Neuengamme, wo er die Haft nicht überlebte. Im September 1944 begann die Wehrmacht und SS mit der sogenannten „Operation Piave“ am Monte Grappa, um die Partisanenbewegung zu zerschlagen. Mehr als 170 Partisanen wurden erschossen. Aus den Orten rund um den Monte Grappa wurden zudem fast 50 Menschen in das KZ Dachau deportiert und zahlreiche Höfe in der Region niedergebrannt.

Auch der in Hamburg eingesetzte Zwangsarbeiter Pietro Beltrando kam im KZ Neuengamme ums Leben. Er war bei der Firma F. H. Schule Mühlenbau zur Zwangsarbeit eingesetzt, wurde verhaftet und in im KZ Neuengamme ermordet. Er wurde Opfer der NS-Ziviljustiz, die ihn zum Tode wegen „Plünderei“ verurteilte Eine Erinnerungstafel am Bullerdeich erinnert an ihn. Für Filippo Faustinelli wurde ein Stolperstein vor dem Billhorner Deich verlegt. Er kam im KZ Außenlager Drütte (bei Braunschweig) ums Leben.

Veranstalter: ANPI Gruppe Hamburg, in Zusammenarbeit mit der „Projektgruppe italienische Militärinternierte Hamburg”

I commenti sono chiusi.