25. April 2022 – Der antifaschistische Widerstand, nicht nur in Italien

ITALIENISCH

Dieses Jahr werden wir der Tag der Befreiung zum ersten Mal auf dem Römerberg in Frankfurt feiern! Wir werden nicht nur den 25. April 1945, Tag der Befreiung vom Nazifaschismus in Italien, sondern auch den 25. April 1974 gedenken, als nach der Diktatur des Estado Novo die Demokratie in Portugal zurückkehrte.

Wir treffen uns

am Sonntag, den 1. Mai 2022, 15:00 Uhr

auf dem Römerberg in Frankfurt

Im Programm sind Grußworte von verschiedenen Institutionen und Organisationen sowie Redebeiträge über den italienischen und portugiesischen Antifaschismus und die Symbolik des 25. Aprils als Grundlage unseres europäischen Aufbauwerks, das auf den Werten von Freiheit, Frieden und Demokratie beruht. Darüber hinaus werden Schüler aus bilingualen Schulen in Frankfurt ihre Arbeiten in Form der Szenischen Lesung präsentieren, die sie im Rahmen des Projekts Reise in die demokratischen Werte realisiert haben (Italienisch/Deutsch). Wir werden dann ein reichhaltiges musikalisches Programm mit den Gruppen Roseluxx und Solkaos, dem Heinrich-Heine-Chor und Gitarrist Manuel Campos anbieten.

Auch in diesem Jahr bieten wir eine Online-Vortragsreihe auf Italienisch und Deutsch an, die sich an ein zweisprachiges Publikum richtet. Das diesjährige Thema ist der internationale Charakter des antifaschistischen Widerstands: Es handelte sich nämlich dabei um ein transnationales Phänomen, das alle von den Nazionalsozialisten und ihren Verbündeten besetzten Gebieten in Europa betraf. In Betrag gezogen wird dabei auch der Beitrag vieler nicht-italienischer Kämpfer zum italiensichen Widerstand, ein nich immer genügend geschätzter und anerkannter Aspekt.

Um teilzunehmen, muss man sich für jeden Online-Vortrag im Voraus anmelden.

Der transnationale Charakter des antifaschistischen Widerstands

Italienisch mit deutschen Untertiteln

Montag, den 25. April, 18:30 Uhr

Der italienische Widerstand gegen den Nazifaschismus von 1943-1945 war sicherlich für viele der Protagonisten ein Befreiungskrieg gegen den deutschen Besatzer und seine faschistischen Kollaborateure. Dieser Widerstand war aber gleichzeitig auch Bestandteil einer viel größeren, transnationalen und paneuropäischen Widerstandsbewegung, in der die vielen beteiligten Kräfte im Kampf gegen Nazismus und Faschismus in grenzüberschreitender Arbeit vereint waren.

Dieses Merkmal, das in der Geschichtsschreibung nicht immer hervorgehoben wird, fand seinen konkreten Ausdruck in zahlreichen gemeinsamen Aktionen, die von Widerstandskämpfer-Organisationen aus Nachbarländern organisiert und durchgeführt wurden. Viele von diesen internationalen Widerstandskämpfern, die sich aus verschiedenen Gründen in Italien befanden, werden dann zwischen 1943 und 1945 an der Seite der italienischen Partisanen und Partisaninnen kämpfen und zur Niederlage des Nazifaschismus beitragen. 

Marcello Flores, Historiker und Professor an der Universität von Siena

Anmeldung durch DIESEN LINK.

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Der antifaschistische Widerstand in der nördlichen Adria – Eine historische Perspektive

Italienisch mit deutschen Untertiteln

Donnerstag, den 28. April, 18:30 Uhr

Das Gebiet, das sich nördlich der Adria erstreckt und heute zwischen Slowenien, Italien und Kroatien aufgeteilt ist, war historisch der Treffpunkt zwischen Bevölkerungen verschiedener Sprachen und Kulturen, slawisch, italienisch und germanisch. In seinem Vortrag zeichnet der Historiker Piero Purich die Geschichte dieser Regionen im zwanzigsten Jahrhundert nach: Im Ersten sowie im Zweiten Weltkrieg wurden diese Gebiete zum Epizentrum militärischer Zusammenstöße zwischen Kaiserreich, Nationalstaaten und bewaffnetem Widerstand, und waren privilegierter Schauplatz von nationalen und ideologischen Konflikten für den größten Teil des letzten Jahrhunderts.

Purich beschreibt dann die spezifischen Merkmale des Widerstands gegen den Nazifaschismus in der nördlichen Adria, und hebt den transnationalen Charakter eines Phänomens hervor, das Slawen und Italiener in einem gemeinsamen Kampf vereinte. Zum Schluss spricht er über die komplexe und stark vom Kalten Krieg beeinflusste Geschichte der nördlichen Adria in der Nachkriegszeit, als die Grenze zwischen den sich feindlich gegenüberstehenden Blöcken durch diese Regionen verlief.

Piero Purich, Historiker und Schriftsteller

Anmeldung durch DIESEN LINK.

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Vom Spanischen Bürgerkrieg zum italienischen Widerstand

Italienisch mit deutschen Untertiteln

Samstag, den 30. April, 18:30 Uhr

In diesem Video-Vortrag erleuchtet Francesco Giliani die historische Verbindung zwischen dem Kampf der internationalen Freiwilligen, die sich in den 30er Jahren zur Verteidigung der spanischen Republik mobilisierten, und dem Widerstand gegen den Nazifaschismus in den Jahren des Zweiten Weltkriegs. Es war eine ideologische Verbindung durch das antifaschistische Gedankengut, das beide Erfahrungen gemeinsam hatten, gleichzeitig aber auch eine ganz konkrete Verbindung zwischen Menschen. So nahmen viele der italienischen Freiwillige, die bei den Internationalen Brigaden auf republikanischer Seite im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft hatten, auch später, zwischen 1943 und 1945, aktiv am Widerstand in Italien teil, manchmal nachdem sie im Exil oder im Gefangenschaft gewesen waren.

Diese Erfahrungen von antifaschistischem Widerstand zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten werden durch die Geschichte einer Gruppe internationaler Freiwilliger präsentiert, die im Spanischen Bürgerkrieg aktiv waren und zum Teil später als Kämpfer im italienischen Widerstand wieder auftauchen.

Francesco Giliani, Historiker und Dozent

Anmeldung durch DIESEN LINK.

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